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Tante Edeltrauds Überlegung...

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ISBN: 978-3-942510-01-1
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Jens Rohark


„Tante Edeltrauds Überlegungen als Versuch der Schaffung von mehr Wohlbehagen im Menschen“

In unserem Leben nimmt das Essen auch im emotionalen Bereich eine zentrale Rolle ein. Die Trauer/ Depression und das starke Verzichtgefühl während einer Diät kommen weniger vom Nährstoffmangel als von der nicht mehr stattfindenen emotionalen Be-friedigung. Im Rahmen eines ganzheitlichen Gesundheitskonzepts jedoch ist kein Platz für Verzichtgefühle, denn sobald Verzicht empfunden wird, leidet die Psyche und wir sind folglich nicht mehr gesund. Sich durch Essen emotional auf der Höhe zu halten, ist auf Dauer aber auch nicht die menschlichste Lösung. Im Optimalfall fühlen wir uns auf-grund schöner Kontakte zu Mitmenschen und ansprechender geistiger Betätigung seelisch so wohl, dass das Essen in den Hintergrund rückt oder wir es zuweilen gar gänzlich vergessen. Es ist uns dann nahezu egal, wo wir wann wie viel was essen und, vor allem auch, was nicht. Verliebt zu sein zum Beispiel ist eine innerliche Gefühlslage, die so schön ist, das Interesse an Essfreuden vorläufig abzuschwächen. Es wurde beobachtet, dass Elchbullen während der sechswöchigen Brunftzeit weder trinken noch essen. Sie gehen dem Balzverhalten dennoch bei Kräften nach. Eine ähnliche körperliche Leistung ist von uns nicht zu erwarten, da wir nicht wie Wildtiere bis ins Mark aus ursprünglicher wildgenährter Materie bestehen. Da wir aber nun nur selten verliebt und auch sonst seelisch unterversorgt sind, ist unsere emotionale Bindung zum Essen als Ersatz für echte seelische Nahrung enorm. Es liegt nicht fern zu sagen, wir pflegen eine Art Beziehung zum Essen. Ach, was kochen, backen, probieren und schlemmen wir nicht gerne.
Unsere psychische Bindung ans Essen ist so stark, dass wir kaum von heute auf morgen ohne Verzichtgefühl vom Emotionsessen loslassen werden können. Wir machen uns klar: Eine Diät oder eine gesunde Ernährung macht im Ganzheitlichen nur dann Sinn und kann nur dann funktionieren, wenn anstelle der gewohnten Speisen etwas emotional ebenbürtig oder noch tiefer Befriedigendes rückt. Dann, und nur dann, können wir sowohl seelisch als auch körperlich einen gewaltigen Sprung nach vorn machen. Mit der emotionalen Befriedigungskraft von Essen können wohl nur die Liebe, das harmonische Zusammensein und eine Art Spiritualität mithalten, die im Endeffekt die einzig wahren Säulen eines gesunden Geistes, einer gesunden Psyche und Seele sind. Demnach wäre eine gesunde Ernährung in einer spirituellen harmonischen Gruppe einfacher zu praktizieren. Vielen Menschen sind aufgrund ihrer bescheidenen und trostlosen Lebensumstände bereits jegliche Vorstellungskraft und Zuversicht abhanden gekommen. Sie glauben nicht mehr an ein schönes Leben mit Freunden und Famile in einem schönen Haus in der Natur. Diese sind so desillusioniert, dass sie nur an die ganzheitliche Gesundheit glauben, wenn sie an einen dementsprechenden Ort eingeladen werden, um das Ganze real auf sich wirken lassen zu können. Nochmal: Wir können vom Emotionsessen nur loslassen, wenn wir im selben Moment etwas noch Schöneres gereicht bekommen. Dies muss unser Ansatz sein.